Jürgen Schadeberg

Fotograf und Filmemacher

(In meinem Fotoarchiv entdeckt)

Am 18. März 1931 in Berlin geboren, ist einer der bedeutendsten Dokumentaristen der südafrikanischen Apartheid der 1950er Jahre. Als Filmemacher und Fotograf zeigte er das Leben der Schwarzen in Johannesburg.

Im Jahre 2009 hatte ich die Möglichkeit mich mit ihm zu treffen. Es war mehr ein familiäres Treffen, denn Jürgen Schadeberg ist der Cousin meiner Mutter. Während einer Ausstellungsreise- und Vortragsreise durch Deutschland machte er also einen mehrtägigen Abstecher, gemeinsam mit seiner Frau Claudia, zu seinen Verwandten in Mühlhausen. Seine Eltern stammen aus Mühlhausen und Hildebrandshausen, einem kleinen Ort in der Nähe. Jürgen wuchs zwar in Berlin auf, hatte aber oft die Ferien in Mühlhausen verbracht. Hieran hatte er auch noch sehr viele Erinnerungen. Interessanter für mich waren allerdings seine Erinnerungen an die Zeit in Südafrika und die Arbeit beim DRUM-Magazin, die Begegnungen mit Nelson Mandela, Moroka, Walter Sisulu, Yusuf Dadoo, Huddleston und die mit wichtigen Persönlichkeiten und an Ereignisse in der Jazz- und Literaturwelt wie die Sophiatown-Jazz-Szene mit Dolly Rathebe, Miriam Makeba, Hugh Masekela und Kippie Moeketsi.

Jürgen Schadeberg hat mich sehr beeindruckt. Er ist ein souveräner Beobachter und an vielen Themen interessiert. Er hat eine umwerfend einfache und zurückhaltende Art, ist weltoffen und Weltgewand. Seine Leica-Kameras immer dabei und jederzeit bereit zum Auslösen. So auch, als ich ihn dann in Mühlhausen in die Schadebergstraße fuhr. Das musste sein. Die Schadebergstraße ist benannt nach einer kleinen Anhöhe am Stadtrand von Mühlhausen. Wahrscheinlich ist auch der Familienname von dieser Anhöhe entlehnt. Das ist aber ein anderes Thema. Jedenfalls lies er es sich nicht nehmen vor dem Strassenschild zu fotografieren.

Mehr über Jürgen Schadeberg auf jurgenschadeberg.com

 

 

Schreibe einen Kommentar