Bad Langensalza

Bad Langensalza ist eine Kurstadt im Unstrut-Hainich-Kreis in Thüringen (Deutschland). Sie ist nach der Kreisstadt Mühlhausen die zweitgrößte Stadt im Kreis und bildet das Mittelzentrum für dessen südöstlichen Teil sowie für einige Gemeinden im nördlichen Landkreis Gotha.

Bad Langensalza gehört zu den historisch bedeutendsten Städten im Thüringer Becken, wovon die reichhaltige historische Bausubstanz in der Altstadt zeugt. Sie ist mit einer ummauerten Fläche von gut 50 Hektar nach denen der Nachbarstädte Erfurt und Mühlhausen die drittgrößte Altstadt in Thüringen. Als eine der Waidstädte war Bad Langensalza sehr wohlhabend, sodass große Kirchen und eine mächtige Stadtmauer aus Langensalzaer Travertin, der direkt im Südwesten der Altstadt abgebaut werden konnte, errichtet wurden. Seit 1990 wurde die Altstadt zu einem großen Teil restauriert.

Später wurden in der Stadt Heilquellen erschlossen, die bis heute dem Kurbetrieb dienen. Damit einher ging die Anlage mehrerer Parks, wie Rosengarten und Japanischer Garten.

Bad Langensalza liegt im Thüringer Becken, dem fruchtbaren Tiefland entlang der Unstrut. Durch die Stadt selbst fließt die Salza, die etwa zwei Kilometer östlich der Stadt in die Unstrut mündet. Bad Langensalza liegt in einer unbewaldeten, intensiv landwirtschaftlich genutzten flach-welligen Landschaft, die nach Westen zum Hainich, nach Norden zu den Heilinger Höhen und nach Südosten zu den Fahner Höhen ansteigt. Bedingt durch diese Lage ist das Klima in Bad Langensalza verhältnismäßig mild und mit Jahresniederschlägen von etwa 500 Millimetern sehr trocken.

Die Stadt selbst gliedert sich in den relativ großen Altstadtkern, dessen Begrenzung die historische Stadtmauer darstellt, sowie mehrere städtische Erweiterungsgebiete aus der Zeit ab 1850. Zunächst dehnte sich die Stadt Richtung Bahnhof nach Süden und Südosten aus. Hier entstanden auch die ersten Industriegebiete. Es folgte eine Ausdehnung nach Südwesten, wo sich das 1950 eingemeindete Dorf Ufhoven befindet, das mittlerweile vollständig mit der Kernstadt zusammengewachsen ist. Seit 1950 dehnte sich die Stadt vor allem nach Norden aus, wo mehrere Wohn- und Gewerbegebiete entstanden. Durch die Kommunalreformen Anfang der 1990er-Jahre wurde das administrative Stadtgebiet stark vergrößert und erstreckt sich jetzt von den Wäldern des Nationalparks Hainich bis auf die östliche Seite der Unstrut.

Nachbarstädte von Bad Langensalza sind Mühlhausen, 20 Kilometer nordwestlich, Eisenach, 30 Kilometer südwestlich, Gotha, 20 Kilometer südlich, Erfurt, 30 Kilometer südöstlich, Sömmerda, 35 Kilometer östlich und Sondershausen, 35 Kilometer nordöstlich. Angrenzende Gemeinden sind (im Uhrzeigersinn, beginnend im Westen): Schönstedt, Großengottern, Altengottern, Bothenheilingen, Neunheilingen, Kleinwelsbach, Kirchheilingen, Sundhausen, Klettstedt und Großvargula im Unstrut-Hainich-Kreis, Tonna, Ballstädt, Westhausen, Hochheim und Wangenheim im Landkreis Gotha sowie Hörselberg-Hainich im Wartburgkreis.(wikipedia.org)