Aus Erfahrungen lernen…

So sollte es sein. Und es ist so. Zwei Testläufe mit Fotodienstleistern sind mehr oder weniger nach hinten losgegangen. Der erste Test war ohmyprints.com und der zweite war fineartprint.de, denn beide verkaufen deine Fotos an Kunden und drucken diese auch selbst auf den gewünschten Untergrund.

Zuerst habe ich mich von fineartprint.de verabschiedet. Dort durchläuft jedes Bild eine 7-tägige Testphase, bevor man dir mitteilt, ob das Bild in den Shop aufgenommen wird oder nicht. Ich hatte dort über mehrere Tage insgesamt 12 Bilder hochgeladen. Diese Motive waren alle recht gut bewertet auf Flickr und technisch o.k.. Das erste hochgeladenen Bild wurde auch direkt genommen. Es war ein Blumenbild, welches sich bei ohmyprints bereits gut verkaufen lies. Das zweite Bild wurde mit der Bemerkung, unzureichende Qualität, nicht genommen. Es war ein Mohnbild, welches ich in einem impressionistischen Look bearbeitet hatte. Die ungenügende Qualität bestand in der Unschärfe (so gewollt) und damit verbundenem Rauschen (so gewollt). Als die nächsten Fotos einige Tage später ebenfalls mit dieser Begründung abgelehnt wurden, habe ich die Zusammenarbeit beendet.

Bei ohmyprints.com war das etwas anders. Die Seite machte auf mich einen sehr professionellen Eindruck und deshalb lud ich dort Ende Juli 2020 mehrere Bilder hoch. Als erstes das bereits erwähnte Blumenbild. 5 Wochen lang verkaufte sich das Bild mit einem Gesamterlös von ca. 600,00€. Die Provision betrug 99,90€. Dann wurde es immer weniger angeschaut. Das kann man im Statistikmodul nachvollziehen. Die anderen Bilder wurden kaum angeschaut, was mich nachdenklich stimmte. Auch in den folgenden Wochen kamen Klicks nur durch mich selbst zustande. Da das alles sehr unbefriedigend war, wollte ich diesen Account ebenfalls beenden. Das war allerdings so einfach nicht möglich. Deshalb schrieb ich eine Mail an ohmyprints.com um zu erfahren, wie eine Kündigung vonstatten gehen kann. Am Tag darauf stellte ich morgens fest, daß ein Teil meiner Fotos plötzlich auf der Startseite von ohmyprints.com immer wieder zu sehen waren, obwohl das die ganzen Wochen vorher nicht der Fall war. Sie konnten von einem vermeintlichen Käufer nicht gesehen werden. Ausser, dieser suchte weit tief und über viele Seiten hinweg genau nach meinen Fotos. Da kam mir der Gedanke, daß die Fotos garnicht von Kuratoren betrachtet werden, sondern durch KI. Die Algorithmen waren sicher nicht schlecht, nur mein Name war eher der eines Nobody. Dadurch hatte ich keine Chance, daß meine Bilder gefunden würden. Das erste Bild war pures Glück und so nicht vorgesehen. Die namhaften Künstler mußten natürlich gepuscht werden, damit die nicht abspringen und sich einen anderen Shop suchen. Am Mittag erhielt ich dann eine Mail, in der die Kündigung und Löschung meines Account bestätigt wurde. Wie gesagt, ich wollte nur wissen, wie eine Kündigung vorgenommen werden könnte. Daraufhin rief ich die Firma an und führte ein aufschlussreiches Gespräch mit dem Geschäftsführer. Dieser bestätigte mir indirekt das, was ich mir vorher bereits dachte. Es ist also so, daß die vielen täglich hochgeladenen Fotos via Computerprogramm gesichtet werden. Eine Augenscheinnahme durch geschultes Personal findet garnicht statt. Wie kann ein Computerprogramm einschätzen ob ein Foto gut ist oder nicht? Bestenfalls kann durch die Software geprüft werden, ob diese oder jene Parameter erfüllt sind. Also auch der Bekanntheitsgrad des Künstlers. damit wird es zum Lotteriespiel für einen Nobody wie ich es bin.

Ich habe auch diese Zusammenarbeit beendet und den Entschluss gefasst mit einem Anbieter wie Whitewall oder ähnlichen zu kooperieren. Vorausgesetzt, daß dieser Anbieter Whitelable anbietet. Das dürfte nicht so problematisch sein. Also werde ich den Verkauf meiner Fotos zukünftig über meine eigene Website realisieren.

Das waren meine Erfahrungen mit dem Geschäft des Fotoverkaufs. Eure könnt ihr gern auch hier als Kommentar schildern. Dafür schon mal besten Dank!

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