Fotopoesie

Zerschneiden, Bauen, Basteln, Fotografieren, Recyceln, Schnipseln, Kleben, Malen, Photoshoppen

Die Gesetze der Fotografie sind nicht in Stein gemeißelt. Sie sind nicht starr und für immer festgeschrieben. Sie verdienen es, immer wieder neu definiert zu werden. „Ich meine nicht, dass es sinnvoll wäre die Regeln zu brechen. Ich meine, dass es im Grunde gar keine Regeln gibt“,  sagt David duChemin, ein von mir sehr geschätzter Fotograf und Künstler, in einem seiner Bücher. Wie sollte sonst neues entstehen. Wunderschöne Fotos mit absolut perfekten Inszenierungen von Natur, Landschaft, Personen und vielen Motiven mehr machen die Fotografie langweilig. Im Streben nach absoluter Perfektion bleibt die Seele immer mehr auf der Strecke.

Mit Mitteln der Handarbeit versuche ich die „Realität“ in eine neue Dimension zu bringen und nutze dazu die Fotografie als Material. Dieser Veränderungsprozess ist frei von Vorgaben, Gesetzen, Regeln. Er passiert intuitiv und mit allen nur denkbaren Mitteln. Es ist eine Herangehensweise, die die reine digitale Bilderstellung hinter sich lässt und gleichzeitig nutzt.