Seit Mai 2015 bin ich auf Flickr aktiv. Zeit, in der ich viel Feedback auf meine Fotos bekam und obendrein noch jede Menge Sternchen. Das Belohnungssystem hat funktioniert. Aber eben auch nur dann, wenn man selbst jede Menge Sternchen verteilt hat. War das mal nicht der Fall, ging es recht schnell und ein Follower machte sich auf die Socken. Will heißen, dass Follower die Freundschaft kündigen, wenn man keine Sternchen verteilt. Das trifft sicher nicht für alle Flickr-Nutzer zu, ist aber doch oft so. Flickr ist eine der beliebtesten Foto-Communities und deshalb sind dort sowohl Amateure, als auch Profis unterwegs. Man bekommt also alles zu sehen, was das Herz begehrt und natürlich auch das, was man sich normalerweise nicht anschaut. Ausserdem kann man auch sehr viele Kontakte knüpfen, die mitunter auch über den Community-Alltag hinaus von Bedeutung sein können. Sehen und gesehen werden, lautet das Motto. man möchte seine Werke zeigen und man schaut sich die anderer Fotografen an. so sollte es sein. Meist wird dann aber die zeit zu knapp. Ich habe zuletzt 5000 Follower gehabt und folgte selbst ungefähr 700. Wenn man da jedem seine Aufmerksamkeit schenken möchte, wird es zeitlich sehr eng. Also wird sehr oberflächlich, mit einem schnellen Blick, das Werk betrachtet und mit einem Sternchen versehen. So kann man gewiss sein, selber wieder ein Sternchen zu kassieren. Tolles Spiel, nur vollkommen ohne Nutzen.

Vor einiger Zeit laß ich dann einen Blog-Artikel von Olaf Bathke, einem Fotojournalisten aus dem Hohen Norden Deutschlands. Er zeigte in seinem Artikel „7 Gründe zum Ausstieg aus einer Foto-Community“ auf, dass es für die eigene fotografische Arbeit nicht nutzbringend ist seine zeit in einer Foto-Community zu verplempern. Ich werde Flickr nicht verlassen, aber meine Aktivitäten auf ein Minimum reduzieren. Dafür ist Flickr einfach eine zu gute Quelle, um gute Arbeiten zu finden und zu betrachten. Und sicher werde ich auch Sternchen vergeben. Die allerdings nur, wenn mir das Foto auch etwas gibt. Und es wird mir egal sein, ob ich auch eins bekomme oder eben nicht. Die Zeit kann ich besser draußen verbringen. Mit der Kamera auf der Suche nach den spannenden Augenblicken.

1 Kommentar

  1. I have left all social media sites except Flickr. I still have my own website and I sell on Fine Art America but I no longer post to Facebook or Twitter or Instagram. Flickr has what I need.

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